Publikationen der Autorin Sophie Sumburane
Tote Winkel

Kriminalroman
Edition Nautilus
Krimibestenliste Oktober 2022
Broschur, 200 Seiten
Erschienen September 2022
ISBN: 978-3-96054-299-5
Was, wenn dein Ehemann wegen Vergewaltigung verhaftet wurde, sogar geständig ist – und das Opfer genauso aussieht wie du selbst?
Valentina Zinnow ist die Gattin des »Kneipenkönigs«, sie lebt in einem adretten Haus in Potsdam mit zwei reizenden Töchtern. Mittwochs kommt ein Student zum Putzen, und sie postet hübsche Fotos aus dem Alltag mit Kindern und Vorstadtidylle. Dass sie zwanghaft zählt, dass sie dissoziiert und nicht immer weiß, was sie gerade tut oder getan hat, merkt keiner. Eines Tages bekommt sie einen Anruf von der Polizei, ihr Mann sei verhaftet worden, er habe eine Frau vergewaltigt und dies auch zugegeben.
Das Opfer heißt Katja Sziboula. Sie ist Journalistin, Sachbuchautorin, kühl, beherrscht, sie lebt in einer symbiotischen Ehe und konstruktiven Arbeitsbeziehung mit Kay, Linguistik-Koryphäe aus Südafrika, in Potsdam lehrend.
Als Valentina zur Polizeiwache kommt, zeigt ihr der Polizist ein Foto des Opfers – doch darauf erkennt sie sich selbst, mit blauem Auge und blutiger Lippe. Hat ihr Mann die beiden Frauen wirklich einfach verwechselt, wie sie zunächst glaubt? Ist Katja ihr totgeglaubter Zwilling, dessen Geburts- und Sterbeurkunde sie besitzt?
Abwechselnd erzählen Valentina, Katja und Kay eine Geschichte, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht – spannend, erschütternd, ungeheuerlich.
Pressestimmen
»Schuld und Unschuld sind in diesem fein und säuberlich gespannten Handlungsnetz zu einfache Kategorien – ohnehin kommt man mit den gängigen Dichotomien vieler Kriminalromane nicht sehr weit. (…) ›Tote Winkel‹ ist ein eindrucksvolles Buch über Trauma und Traumatisierung, über Sexualität und Gewalt, in dem die beiden Perspektiven fehlen, die insbesondere in der Kriminalliteratur oft zu finden sind: die des Täters und der Polizisten. Nicht um sie geht es (…), sondern um diejenigen, die von ihren Taten betroffen sind und mit ihnen leben müssen.« Sonja Hartl, Deutschlandfunk Kultur
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